Gemeinsam für einen nachhaltigen Aufschwung: OECD und Wirtschaftsministerium halten internationale Konferenz

 

(Berlin, 6. Oktober 2011)  Wie können wir unsere Wirtschaft umweltverträglicher, unsere Arbeitsplätze sicherer und unseren Handel ausgeglichener gestalten und gleichzeitig die Krise kontern? Wie motivieren wir Menschen dazu, sich ein Leben lang weiterzubilden und die Fähigkeiten zu erwerben, die sie zu gefragten Fachkräften machen? Welche strukturellen Änderungen sollten Länder ins Auge fassen, die nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial in der Spitzenliga mitspielen wollen? Das sind nur einige der Fragen, die heute und morgen bei einer gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der OECD veranstalteten internationalen Konferenz auf der Tagesordnung stehen.

 

Unter dem Motto „Enhancing Sustainable Growth and Economic Co-operation on a Global Scale“ erörtern dabei Politiker, Wissenschaftler, Unternehmer und Vertreter der Öffentlichkeit aus Industrie- und Schwellenländern Erfahrungen aus verschiedenen Regionen. In seiner Eröffnungsrede betonte OECD-Generalsekretär Angel Gurría, dass Deutschland in vielerlei Hinsicht mit gutem Beispiel voran gehe: Arbeitsmarktreformen und das Augenmaß der Sozialpartner hätten dazu beigetragen, dass die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland als einzigem Land während der Krise gesunken sei. „Deutschland hat weitreichende Reformen umgesetzt, die intern zwar umstritten sein mögen, die im internationalen Umfeld aber als vorbildlich gewertet werden“, sagte Gurría. Flexible Arbeitszeitreglungen hätten dabei geholfen, die Krise gut zu meistern. „‘Kurzarbeit‘ ist ein weiteres deutsches Wort, das wir uns einprägen sollten.“

 

Die Konferenz widmet sich besonders der verstärkten Zusammenarbeit von etablierten Wirtschaftsnationen und aufstrebenden Volkswirtschaften. Sie unterstreicht, dass Lösungen für künftige politische und ökonomische Herausforderungen zunehmend im Rahmen der G20 gefunden werden müssen. Gleichzeiting markiert sie für Deutschland den Höhepunkt der 50-Jahrfeier der OECD. Im Herbst 1961 taten sich 20 Länder zusammen, um eine optimale Entwicklung ihrer Wirtschaften und einen höheren Lebensstandard für ihre Bürger zu erzielen. Deutschland gehörte zu den Mitgliedern, die das Wirken und den Erfolg der Organisation von Anfang an begründet haben.

 

Rede von OECD-Generalsekretär Angel Gurría (engl.)

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.oecd-berlin-conference.org

 

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