Doing Better for Children - Ländernotiz Österreich

 

(Berlin/Paris – 1. September 2009) Österreich gibt deutlich mehr Geld für Kinder und Jugendliche aus als die meisten anderen OECD-Länder und trägt damit zu einer vergleichsweise guten finanziellen Ausstattung von Familien und Kindern bei. Es gelingt Österreich aber schlechter als anderen OECD-Ländern, Chancengleichheit für Kinder herzustellen. Auch in anderen Bereichen sind die Lebensbedingungen für Kinder unbefriedigend. Dies geht aus dem ersten OECD-Kinderbericht hervor.

 

So gibt Österreich für Kinder je nach Altersgruppe kaufkraftbereinigt das 1,4 bis 1,7-fache für Bildung, Dienstleistungen und direkte Finanztransfers aus als die OECD-Länder im Schnitt. Vor allem für junge Kinder liegen die Ausgaben deutlich über dem OECD-Mittel. Dabei ist in Österreich der Anteil der Finanztransfers an den kinderbezogenen Ausgaben so hoch wie in kaum einem anderen OECD-Land. Etwa 40 Prozent der öffentlichen Mittel für Kinder werden direkt an die Eltern gezahlt. Unter den 30 OECD-Ländern liegt der Anteil direkter Finanztransfers nur in Luxemburg, in der Slowakei und in Deutschland in einer vergleichbaren Größenordnung. In Dänemark oder Schweden liegt der Anteil der direkten Transfers dagegen nur bei 20 Prozent.

 

 

Der hohe Anteil der Finanztransfers trägt zum vergleichsweise hohen materiellen Wohlstand von Kindern und Jugendlichen in Österreich bei. Das durchschnittliche Familieneinkommen ist im OECD-Vergleich hoch und der Anteil von Kindern, die in relativer Armut leben ist nur halb so hoch wie im OECD-Durchschnitt (6,2 gegenüber 12,4 Prozent). Auch sind Familien in Österreich weitgehend in der Lage, Kindern die grundlegenden Mittel zum Schulbesuch bereitzustellen.

 

Trotz der großzügig bemessenen Mittel und des materiellen Wohlstands, schneidet Österreich bei der Herstellung von Chancengleichheit in Form eines gleichwertigen Bildungserfolgs deutlich schlechter ab als die meisten anderen OECD-Länder. So sind die Leistungsunterschiede zwischen starken und schwachen Schülern vergleichsweise groß und das bei eher durchschnittlichen Leistungen. Bei der Lesekompetenz etwa ist der Abstand zwischen den besten 10 und den schlechtesten 10 Prozent nur in Mexiko, Italien, Tschechien, Belgien, Frankreich, USA, Griechenland und Deutschland größer.

 

Andere Indikatoren zu den Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Österreich ergeben ein gemischtes Bild. So liegt die Sterblichkeit bei null bis 19-Jährigen etwa im OECD-Schnitt, bei den 15 bis 19-jährigen Jungen allerdings deutlich über dem OECD-Schnitt und fast 40 Prozent höher als in Deutschland und mehr als doppelt so hoch wie in Japan. Gleichzeitig nehmen Jugendliche in Österreich relativ häufig Risiken in Kauf und sind vergleichsweise stark selbstmordgefährdet. So liegt unter den 15-Jährigen der Anteil der regelmäßigen Raucher mit 27 Prozent um mehr als ein Drittel über dem OECD-Schnitt.

 

 

Auch exzessiver Alkoholkonsum ist in Österreich weiter verbreitet als im OECD-Mittel. So berichten 22,7 Prozent der 13 bis 15-Jährigen in Österreich, dass sie schon mindestens zwei Mal betrunken waren, im OECD-Mittel sind es dagegen nur knapp 20 Prozent. Außerdem hat Österreich nach Neuseeland, Finnland, Norwegen, Kanada und Irland die höchste Selbstmordrate unter den 15 bis 19-Jährigen. "Österreich ist sehr gut in der Lage, Kindern gleichwertige materielle Verhältnisse zu sichern, bei der Chancengleichheit sowie beim Risikoverhalten gibt es allerdings gegenüber anderen OECD-Ländern deutliche Defizite", sagte Simon Chapple, einer der Ko-Autoren der Studie.

 

 Mobbing scheint an österreichischen Schulen stärker verbreitet zu sein als im OECD-Schnitt. So geben 16 Prozent der Schülerinnen und Schüler an kürzlich gemobbt worden zu sein, gegenüber elf Prozent im OECD-Schnitt. Allerdings scheint der Schulbesuch Kindern und Jugendlichen in Österreich eher zu gefallen. 38.1 Prozent geben an, gerne zur Schule zu gehen, gegenüber 27,2 Prozent im OECD-Mittel.

 

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