Deutsche Wirtschaft im ungebremsten Aufschwung – OECD-weit Arbeitslosigkeit größte Sorge

 

(Berlin/Paris – 25. Mai 2011) Der deutsche Wirtschaftsaufschwung hält unvermindert an und profitiert dabei nicht nur von Exporten, sondern immer stärker auch von Unternehmensinvestitionen und privatem Verbrauch. Das geht aus dem zur Haupsteite "OECD-Wirtschaftsausblick, Mai 2011" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Positive Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Beschäftigungsrate, die sich im Laufe des Jahres weiter erhöhen wird. Damit verbunden sind steigende Löhne, die den Konsum in den kommenden Jahren zusätzlich ankurbeln werden.

 

Für 2011 rechnet der Bericht in Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent. Den Projektionen zufolge wird sich das Wachstum 2012 allerdings etwas abschwächen und bei 2,5 Prozent liegen. Die nach internationalen Standards berechnete Arbeitslosenquote würde von 6,8 Prozent im Jahr 2010 auf 5,4 Prozent 2012 sinken.

 

 

Auch global nimmt die Wirtschaft wieder Fahrt auf, jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in den einzelnen Ländern und Regionen. Die extreme Arbeitslosigkeit ist nach wie vor eines der dringendsten Probleme der Nachkrisenzeit. Gut 50 Millionen Menschen innerhalb der OECD sind ohne Job. Der Wirtschaftsausblick empfiehlt den OECD-Ländern daher, ihre Arbeitsmarktpolitik zu verbessern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, indem sie etwa die Lohnnebenkosten senken. Nur so könne eine dauerhaft hohe Arbeitslosigkeit vermieden werden.

 

Dieses Jahr wird sich das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) den Prognosen nach um 4,3 Prozent erhöhen und 2012 um 4,6 Prozent. Für die OECD-Länder haben sich die Prognosen gegenüber November 2010 nicht verändert. Der Bericht geht von einer Steigerung um 2,3 Prozent dieses Jahr und von weiteren 2,8 Prozent 2012 aus.

 

Handel und Investitionen ersetzen zunehmend die Finanzspritzen und Stimuli, die das Wachstum bisher angekurbelt haben. Der Aufschwung trägt sich also selbst. Es gibt aber auch eine Reihe von Unwägbarkeiten: Chinas Wachstum könnte sich zum Beispiel stärker als vermutet abkühlen; die Haushaltslage in den USA und Japan ist instabil; weiter anziehende Öl- und Rohstoffpreise könnten zur Inflation führen; und der Euroraum bleibt trotz der Gegenmaßnahmen einzelner Länder angreifbar.

 

“Die Krise ist nicht vorbei, solange wir nicht ausreichend Arbeitsplätze schaffen”, sagte der Generalsekretär der OECD Angel Gurría. “Manch einer fürchtet, dass sich die potenziellen Risiken gegenseitig verschärfen könnten und dass diese Faktoren, wenn sie zusammen kommen, den Aufschwung erheblich abschwächen. Das würde dann möglicherweise eine Stagflation in wirtschaftlich weiter entwickelten Ländern auslösen.”

 

Mehr Wettbewerb im Einzelhandel und bei Dienstleistungen ist laut Aussage des Berichts ein Schlüssel für Jobwachstum. Diese Elemente sollten in den Strukturrefomen entwickelter und weniger entwickelter Länder gleichermaßen berücksichtigt werden. Besonders in stärkeren Volkswirtschaften sind Strukturreformen von großer Bedeutung, da die Regierungen hier die Konjunkturpakete der vergangenen Jahre zurückfahren müssen.

 

Auch in  Schwellenländern könnten Strukturreformen nützlich sein und zu wirtschaftlich und sozial verträglichem Wachstum führen. Die OECD drängt ihre Mitglieder zudem, die Konsolidierung ihrer Haushalte anzugehen. Die Staatsverschuldung läuft in der Euro-Zone dieses Jahr auf 96 Prozent des BIP zu, im gesamten OECD-Raum sogar auf hundert. Damit wäre sie um 30 Prozentpunkte höher als noch vor der Krise.

 

> Grafiken (xls, 560kB) 

zur Haupsteite "OECD-Wirtschaftsausblick, Mai 2011"

 

 

 

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