Automatischer Austausch von Steuerinformationen beendet Bankgeheimnis

 

(Paris/Berlin, 6. Mai 2014) - Das Ende des Bankgeheimnisses hat der OECD Ministerrat bei seinem jährlichen Treffen in Paris offiziell besiegelt. Die 34 Mitglieder der OECD sowie weitere 13 Länder und die Europäische Union verpflichten sich, zukünftig automatisch Informationen in Steuerangelegenheiten auszutauschen. Dazu müssen die Länder einen von der OECD entwickelten neuen globalen Standard zum Informationsaustausch umsetzen, dem die Finanzminister der G20 bereits im Februar zugestimmt hatten.

“Steuerbetrug und Steuervermeidung sind keine Verbrechen ohne Opfer”, sagte der Generalsekretär der OECD Angel Gurría. “Sie berauben Regierungen der Einnahmen, die sie brauchen, um Wachstum anzukurbeln und sie gefährden das Vertrauen der Bürger in ein gerechtes Steuersystem.”

Die OECD will beim Finanzministertreffen der G20 im September einen detaillierten Kommentar zu dem neuen Standard vorlegen und auch erläutern, wie der Austausch technisch umgesetzt werden kann. Das bei der OECD angesiedelte „Globale Forum über Transparenz und Informationsaustausch für Steuerzwecke“ soll die Implementation des Standards in Absprache mit den G20 kontrollieren und darüber Bericht erstatten.

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